

Platon beschreibt ATLANTIS detailliert: Die „Insel des Atlas“ war laut Platon reich an Rohstoffen aller Art, insbesondere an Gold, Silber und „Oreichalkos“, einem erstmals bei Platon genannten „feurig schimmernden Metall“.
Die Struktur der Hauptinsel und ihre Bebauung beruhte der Schilderung zufolge auf exakten geometrischen Grundformen. Im Zentrum von Atlantis erhob sich den Dialogen zufolge neben der Akropolis ein Poseidontempel, den Platon als von innen wie außen mit Gold, Silber und Oreichalkos überzogen beschrieb. Um den Tempel herum standen goldene Weihestatuen.
Auch die Wohnstätten der Herrscher lagen im innersten Bezirk, der von einer Mauer umschlossen wurde. Die ringförmigen Randbezirke der Stadt beherbergten von innen nach außen die Quartiere der Wächter, Krieger und der Bürger. Die Gesamtanlage war von drei weiteren, konzentrisch angeordneten Ringmauern umfriedet. Die beiden äußersten Kanäle wurden als Häfen angelegt, wobei der weiter innen liegende Kanal als Kriegshafen und der äußere als Handelshafen diente.
Nach der Mythologie hat Poseidon seinem mit der sterblichen Kleito gezeugten Sohn Atlas die Macht über die Insel übertragen. Atlas und seine Nachfahren herrschten über die Hauptstadt, seine jüngeren Brüder regierten die anderen Teile des Reiches. Mit der Zeit wandelte sich Atlantis durch immer weiter gehende Baumaßnahmen und Aufrüstung von einer ursprünglich ländlich geprägten Insel zur schlagkräftigen Seemacht. Die Nachfahren des Atlas verfügten über ein einzigartiges Heer und eine starke Marine mit 1200 Kriegsschiffen und 240000 Mann Besatzung allein für die Flotte der Hauptstadt. Mit dieser Streitmacht unterwaren sie ganz Westeuropa und Nordafrika bis Ägypten. Erst die zahlenmäßig weit unterlegenen Athener konnten diesen beispiellosen Vormarsch zum Erliegen bringen.