Atlantis
Restaurant
griechisches Restaurant
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01309 Dresden Borsbergstr 18b
Hier etwas zum Restaurant:
Medienatikel aus der Morgenpost vom 30.10.2007
Sie sorgen für prächtige Stimmung, für reichlich Kulinaria und für Urlaubsträume: Dresdens Griechen. So wundert´s nicht, dass auch Familie Nitsos bei ihren Gästen sehr beliebt ist. Bereits in 2. Generation führt sie ihr Restaurant.
Was vor sieben Jahren mit dem griechischen Restaurant „Helena“ auf der Blochmannstraße begann, gibt´s jetzt an der Borsbergstraße im ähnlichen Format. Etwas größer (130 Plätze innen, 150 Plätze auf der sonnigen Terrasse) und mit thematischen Ambiente empfängt das neu eröffnete Restaurant „Atlantis“. Wer sich eines der 250 Gerichte (außerordentlich reichlich portioniert und stets frisch zubereitet) servieren lässt, trät nicht nur den Geschmack Griechenlands auf der Zunge, sondern wird gleich noch geschichtlich gut informiert. Atlantis, das mystische Inselreich, ist in diesem gastlichen Restaurant Programm. Laut Platon (antiker griechischer Philosoph) war es eine außerordentlich starke Seemacht, die innerhalb eines einzigen Tages infolge einer Naturkatastrophe untergegangen sei. Atlantis, dessen Existenz nie bewiesen werden konnte, ist noch heute als Mythos Grundlage für Literatur und Verfilmungen – und interessant genug, um in einem griechischen Restaurant das Ambiente (Wandbilder) zum Thema zu gestalten.
Das Restaurant „Atlantis“ sorgt nicht nur mit schmackhaften Speisen und gelegentlicher Livemusik für Wohlergehen, sondern bewirtet in einem Extra-Raum bis zu 40 Gäste. Bei der Ausrichtung von Feierlichkeiten ist der Kunde ebenso König wie während eines Besuchs im Restaurant, ganz so wie es die griechische Gastfreundschaft vorgibt. „Ja mas! – Zum Wohl!“
Aus den Blitz-Artikel:
Hier einiges zur Geschichte , dem Mythos von Atlantis
Platon beschreibt die Insel Atlantis in seinen um 360 v. Chr verfassten Dialogen „Timaios“ und „Kritias“, Er beschreibt wie die beiden Politiker Kritias und Hermokrates sowie die Philosophen Sokrates und Timaios aufeinandertreffen und diskutieren. Dabei handelt es sich um historische Personen Im „Kritias“ folgt eine ausführliche Beschreibung des Inselreichs.
Die beiden Atlantis Dialoge „Timaios“ und „Kritias“ sind nur Teile eines zunächst offenbar umfangreicheren Plans. Doch die Arbeit am Komplex Atlantis werden nicht zu einem Ende geführt.
Herkunft der Atlantis-Überlieferung Kritias gibt eine Geschichte wieder, von der er sagt, sein Großvater habe ihm diese in seiner Jugend erzählt ; dieser habe sie wiederum von seinem Vater Dropides vernommen, und jener habe die Kunde von Atlantis aus Ägypten mitgebracht, wo er sie in von einem Priester der Göttin Neith erfahren habe . Dieser habe ihm die Mitteilungen aus jahrtausendealten Schriften übersetzt. An mehreren Stellen der Erzählung lässt Platon Kritias betonen, dass seine Geschichte nicht erfunden sei, sondern sich tatsächlich so zugetragen habe
Inhalt der von Kritias erinnerten Geschichte ist eine der angeblich „größten Heldentaten Athens“, die Abwehr eines riesigen Heeres der expansiven Seemacht Atlantis. Dieses Insel-Reich habe 9000 Jahre vor Solon ganz Westeuropa bis Tyrrhenien und Nordafrika bis nach Ägypten beherrscht und sei im Begriff gewesen, auch Griechenland zu unterwerfen . Nach der Abwehr des Angriffs durch die tugendhaften Athener sei Atlantis durch eine Naturkatastrophe mit schwerem Erdbeben und darauffolgender Flut zerstört worden und für immer versunken. Auch das Heer der Athener und Athen selbst seien bei dieser Katastrophe zugrunde gegangen. Einzig Ägypten wurde verschont
Atlantis sei ein Reich gewesen größer als Libyen und Asien zusammen . Die Insel lag außerhalb der „Säulen des Herakles“ im Atlantis thálassa, wie schon Herodot den Atlantik nennt. Die „Insel des Atlas“ war reich an Rohstoffen, Gold, Silber und „Oreichalkos“, verschiedene Bäume, Pflanzen, Früchte und Tiere, darunter auch den Elefanten. Die weiten Ebenen der großen Inseln seien fruchtbar gewesen, exakt parzelliert und durch künstliche Kanäle mit ausreichend Wasser versorgt. Durch Ausnutzung des Regens im Winter und des Wassers aus den Kanälen im Sommer seien zwei Ernten jährlich möglich gewesen.
Die Struktur der Hauptinsel und ihrer Bebauung beruhte der Schilderung zufolge auf exakten geometrischen Grundformen. Die Mitte der Hauptinsel bildete eine große Ebene. Diese Ebene war von breiten, schiffbaren Kanälen durchzogen, wodurch Inseln resultierten. Im Kern lag eine zentrale Insel mit einer Breite von fünf Stadien( 1 Stadien 180m), die von einem künstlichen Wassergürtel von einem Stadion Breite umgeben war.
Im Zentrum von Atlantis erhob sich neben der Akropolis ein Poseidon Tempel, innen wie außen mit Gold, Silber und Oreichalkos überzogen. Um den Tempel herum standen goldene Weihe Statuen. Ein Kultbild zeigte den Meeresgott als Lenker eines sechsspännigen Streitwagens. Diese Bild wurde von Malern in unserem Restaurant ebendfalls, so wie einige Andere, kunstvoll an die Wand gebracht. Die ringförmigen Randbezirke der Stadt beherbergten von innen nach außen die Quartiere der Wächter, der Krieger und der Bürger.
Poseidon. Die Macht über die Insel hatte Poseidon seinem Sohn Atlas übertragen, Atlas und seine Nachfahren herrschten über die Hauptstadt, die Linien seiner jüngeren Brüder regierten die anderen Teile des Reiches. Mit der Zeit wandelte sich Atlantis durch immer weiter gehende Baumaßnahmen und Aufrüstungen von einer ursprünglich ländlich geprägten Insel zu einer schlagkräftigen Seemacht . Erst Athen konnte dem ein Ende bereiten. Atlantis militärische Niederlage ist die Strafe der Götter für die Hybris seiner Herrscher dargestellt.
Der Atlantis-Mythos ist die Theorie vom Idealstaat, die einer realen Bestätigung bedurfte. Zu diesem Zweck wird der Mythos vom einst in Athen existierenden Idealstaat und dem mächtigen Gegner Atlantis erfunden und dem Erzähler Kritias in den Mund gelegt, „Wir wollen aber die Bürger und den Staat, den du uns gestern wie erdichtet darstelltest, jetzt in die Wirklichkeit übertragen und hier ansiedeln, als sei jener Staat der hiesige, und von den Bürgern, die du dir dachtest, werden wir sagen, sie seien jene reale Vorfahren von uns, von denen der Priester erzählte.“ Wie jeder platonische Mythos erhebt auch die Atlantis-Erzählung den Anspruch auf Wahrheit im Sinne einer philosophischen Wesenswahrheit.
Die Gegner Athen und Atlantis sind: Auf der einen Seite die kleine, stabile und wehrfähige Landmacht, auf der anderen Seite die an ihrem Expansionsdrang zugrunde gegangenen Seemacht Atlantis
Hätte Platon den Atlantis-Mythos in Poesie verwandelt, so ist sich Kritias sicher, hätte dieses Werk die Homerischen Epen Ilias und Odyssee weit überstrahlt.
Platon bediente sich realer Vorbilder aus seiner Zeit. Es wird angenommen, daß Atlantis wie ein Mosaik aus verschiedenen Vorbildern „zusammengesetzt“ wurde. Platons wollte dabei ein Bild von Atlantis erschaffen, das der Leser mit Feinden Griechenlands verbinden würde. So mag Platon bewusst das Perserreich als Muster für die politische Struktur von Atlantis genommen haben. Der eigentlichen Atlantis Geschichte, also dem gescheiterten Angriff Atlantis' auf Athen, dürfte die Schlacht von Marathon als Vorbild gedient haben. Da schlug das relativ kleine Athen eine angreifende Übermacht und bewahrte so ganz Griechenland vor der Unterwerfung.
Für den charakteristischen und bis heute faszinierendsten Bestandteil der Atlantislegende – den Untergang des Inselreichs in Folge einer Naturkatastrophe – könnte die Stadt Helike als Inspiration gedient haben. Wie auf Atlantis wurde in Helike ein Poseidonkult betrieben; vor dem großen Tempel des Poseidon Helikonios stand einst eine monumentale Weihestatue des Meeresgottes, die selbst nach dem Untergang der Stadt noch von der Wasseroberfläche aus zu sehen gewesen sein soll. Wie Atlantis schien auch Helike durch die „Macht“ desjenigen Gottes untergegangen zu sein, den sie eigentlich verehrte. Neben der Helike Flut ereignete sich zu Platons Lebzeiten eine weitere schwere Flutkatastrophe.
Auch die Athener wußten nichts von ihrem angeblichen Sieg über Atlantis. Hätte es sich bei diesem wirklich um eine der „größten Heldentaten Athens“ gehandelt, müsste diese zumindest in einer der zahlreichen „Leichenreden“, in denen zu Ehren Verstorbener die große Geschichte Athens resümiert wurde, Erwähnung finden. Doch in keiner der bis heute überlieferten Ansprachen findet sich eine Erwähnung von Atlantis. Nicht einmal in der von Platon geschriebenen Leichenrede im „Menexenos“ wird Atlantis genannt; was bedeuten könnte, dass auch Platon die Atlantis-Erzählung vor der Niederschrift seiner Spätwerke „Timaios“ und „Kritias“ nicht kannte, sondern sie erst zu jenem Zeitpunkt erfand.
Von Platons Zeitgenossen ist keine Veröffentlichung bekannt, die die Atlantis-Geschichte für „wahre Historie“ hielt,„Ihr Erfinder ließ die Insel Atlantis verschwinden,
Die Frage, ob es sich bei Atlantis um eine reale Geschichte handelt, wird auch von späteren Autoren diskutiert, etwa von Poseidonios, der von Strabon mit den Worten „Da aber die Erde sich zuweilen hebe und senke, und durch Erdbeben und andere ähnliche Ereignisse, die auch wir aufgezählt haben, Veränderungen erleide, ..., lasse es sich annehmen, dass auch die Sage von der Insel Atlantis keine Erdichtung sei...“ zitiert wird. Weitere Autoren, wie etwa der Kirchenvater Tertullian, nutzen Atlantis ohne Vorbehalt als historisches Paradigma. Nachdem jedoch noch im 6. Jahrhundert der Byzantiner Kosmas Indikopleustes den fiktionalen Charakter des Atlantis-Berichts festhielt, geriet er schließlich im europäischen Mittelalter in Vergessenheit.
Als Vorlage für Utopien fand Atlantis vermutlich bereits in der Antike Verwendung. So etwa bei Euhemeros von Messene, dessen fiktionale Insel Panchaia sowohl Ähnlichkeiten zu Atlantis wie zu „Ur-Athen“ aufweist. Panchaia wird als eine außergewöhnlich fruchtbare Insel dargestellt, auf der die Gesellschaft – wie auf Atlantis – in drei Klassen eingeteilt sei. In der Mitte der Insel fände sich ein von Zeus geweihter Tempel. Der Autor, Theopompos von Chios, fürsprach Platons Atlantis-Erzählung in seinem Werk „Philippika“. In ihm wird von einem Land namens Meropis jenseits des Atlantischen Ozeans berichtet, von dem aus ein Heer mit zehn Millionen Soldaten aus der „Stadt der Krieger“ ausrückte, um die Gegener auf der anderen Seite des Ozeans zu unterwerfen
Später wurden die alten römischen und griechischen Schriftstücke von den Gelehrten wiederentdeckt, und so kam auch die Geschichte von Atlantis erneut. Besonders mit der Entdeckung Amerikas 1492 bekam die Atlantis-Legende eine gewisse Plausibilität, da man dachte, Amerika sei der Überrest des versunkenen Kontinents. „Kolumbus konnte vernünftigerweise glauben und hoffen, dass, obgleich jene große Insel verloren und versunken war, andere zurückgeblieben sein würden oder wenigstens das Festland und dass, wenn man sie suchte, man sie finden würde.“ Auch Girolamo Fracastoro setzte Amerika und Atlantis gleich.
Beinahe zeitgleich zu Campanella, um 1624, schrieb Francis Bacon in England an seiner Utopie „Nova Atlantis“, die sich schon im Titel auf Platon bezog. Er benutzte Platons Atlantis dabei als historisches Faktum und identifizierte es mit Amerika, um somit seiner eigenen Utopie eine scheinbare Glaubwürdigkeit zu verleihen. Eine Sintflut habe einst das „alte Atlantis“ bis auf wenige Überlebende vernichtet. Bacons „neues Atlantis“ ist eine Südsee-Insel namens Bensalem.
Nachdem die Überreste der versunkenen Insel zunächst in Amerika gesehen wurden, In seinen Schriften vermengte Rudbeck Platons Atlantis mit Versatzstücken aus der Edda sowie Legenden über Noachs angeblichen Enkel Atlas, der sich im Norden niedergelassen habe. Platon nannte er einen Lügner, dem es gelungen sei, die Auffindung des wahren nordischen Atlantis zu verhindern.
Die Nazis favorisierten wiederum die Theorie von Alfred Rosenberg, wonach sich Atlantis einst im Nordseeraum befunden oder gar dem sagenhaften Thule entsprochen habe. Nach diesen Vorstellungen lag dort auch der Ursprung der „nordischen“ bzw. „arischen“ Rasse.
.Mitunter wird Atlantis als Synonym für eine reiche und mächtige Kultur gebraucht, die plötzlich und unerwartet unterging. So sprach beispielsweise Thomas Edward Lawrence von der einst prachtvollen, jedoch später versandeten südarabischen Metropole Ubar als „Atlantis der Wüste“ Auch der sagenhafte, untergegangene Ostseehafen Vineta wird gelegentlich als „Atlantis des Nordens“ bezeichnet. In der Belletristik ist kaum mehr als diese Versinnbildlichung Atlantis geblieben, die seit etwa 1850 von Schriftstellern verstärkt aufgegriffen wird. In Jules Vernes 20.000 Meilen unter dem Meer etwa besuchen Kapitän Nemo und Professor Aronnax die Ruinen von Atlantis am Meeresgrund. Auch in Esoterik und Okkultismus wurde die Geschichte von Atlantis lebhaft rezipiert und im Sinne übersinnlicher Welten weiterentwickelt oder gar als Bewusstseinszustand bezeichnet,